Schlüters Boxbude oder Beat Mr. Black …

am 04. Dezember 2008 unter PokerProStartUp abgelegt

… und noch ein paar andere Fische!

Wer noch nicht alle Weihnachtsgeschenke zusammen hat, sollte sich den 16. Dezember frei halten, denn da gibt’s Weihnachtsgeld! Und zwar nicht nur für eine gute Turnierperformance, sondern auch wenn man ein paar Straßenkämpfer in die Seile… ich meine natürlich Fische an die Rails befördert – namentlich:

Andreas Krause
Nyff
Hans-Martin Vogl
Thomas Bihl
Christian Walczewski
Stephan Kalhamer
Tony G.

Konstantin Bücherl
Jürgen Bachmann
Sven Lucha
Isi Summerer
Silke Burghardt
Thomas Schaaf
… und Jan Schwarz

Die Bounty, die auf den jeweiligen Kopf ausgesetzt wird, richtet sich dabei nach der Teilnehmerzahl. Jeder teilnehmende Spieler generiert $3 Bounty auf jeden der ersten 7 Spieler und 1$ Bounty auf jeden der zweiten 7 Spieler. So steigt pro Teilnehmer nicht nur der normale Preispool um $5, sondern der Bounty-Preispool um $28 Dollar. Wahrscheinlich gibt es schlechtere Turniere als solche mit 560% Overlay! :lol: Also schnell an alle Freunde mit Maus und mindestens zwei Tasten (Push / Fold) weitersagen und mitspielen!

Als Beispiel:
Bei 120 Startern wäre auf Tony G. eine Bounty von $360 (120 x $3), auf Thomas Schaaf eine Bounty von $120 (120 x $1) ausgesetzt. Sollte jemand wie in Schlüters Boxbude alle 14 Spieler vom Tisch nehmen, würde er/sie bei 120 Startern insgesamt $3360 seiner Bankroll zuführen können … und damit sicherlich auch in den normalen Preisgeldrängen landen ;)

Das Ganze findet auf bwin am 16.12.2008 statt. Das Buy-In beträgt erschwingliche $5.

Wie das Ganze funktioniert könnt ihr auf overcards.de lesen:

Bis zum 16.!
Viel Erfolg wünschen „Schlüter jr. II“ und „Schneider Berlin“!

GIGA Pokernight

am 29. November 2008 unter Mr. Black abgelegt

Hallo liebe Minraiser und GIGA-User!

Heute bin ich zu Svenja Ahmann in die Pokernight eingeladen. Dort werde ich gegen 24 Spieler im Wochenfinale antreten und bin mal gespannt, wer mich da (und mit was für einer Hand) aus dem Turnier nehmen wird.

Wer selber einmal die Chance auf einen Platz im Wochenfinale haben möchte, kann sich unter www.giga.de/poker die passende Software, den PokerStars.de-Clienten, herunterladen und bei den Satellites mitspielen.

Das Wochenfinale beginnt heute um 17:30 Uhr und das nächste Satellite schon um 18:00 Uhr. In beiden werde ich aus dem GIGA-TV-Studio am Start sein.

Natürlich könnt ihr euch auf das passende Outfit

und einen würdigen Abgang

einstellen.

Ich hoffe ihr habt viel Spaß beim Mistspielen, Zusehen und Chatten.

straight flushes

 

… in Färnsähen und Farbe: Die PokerTour.at

am 27. November 2008 unter Mr. Black abgelegt

Im vergangenen Jahr hat ja der ein oder andere schon die PokerTour.AT im Fernsehen verfolgt. Das Finale, die 1. österreichische Staatsmeisterschaft, fand ja nicht ganz ohne deutsche Beteiligung statt, denn unter den 81 Finalisten, konnte ich mich gegen Spieler wie Ivo Donev oder Martin Pollak behaupten und schaffte es unter die letzten 18 an die TV-Tische.

Ein paar Eindrücke vom Final Table des letzten Jahres:

 

 


In diesem Jahr ist das Event wieder im TV zu sehen: Und zwar am 21.12.2008 um 21:55 Uhr auf Puls 4 (einem österreichischen Sender) – und auch in diesem Jahr habe ich mir die Qualifikation für das Staatsmeisterschaftsfinale schon mit meinen Podiumsplätzen bei den Landesmeisterschaft von Salzburg und der von Niederösterreich gesichert. Nachdem ich im letzten Jahr als Chipleader über weite Teile des Turniers den Titel fast nach Deutschland entführen konnte, werde ich in diesem Jahr alles daran setze, dass sich einer meiner beiden ostwestfälischen Lebensträume zumindest erfüllt:

- Boxweltmeisterin aller Klassen
oder eben
- Österreichischer Staatsmeister

Das Ergebnis gibt es dann am 21. Dezember um 21:55 Uhr auf Puls 4.

Donkam… – Duisburg die Zweite: Alles ist eitel

am 17. November 2008 unter Mr. Black abgelegt

Da praktisch vor der Haustür immer wieder große, gut vermarktete Turniere mit schlechten Spielern stattfinden, liegt es ja nahe, sich wieder einmal ins Bootcamp zu bewegen.

Diesmal war das Casino Duisburg der Laufsteg der Eitelkeiten. Passend zu der ursprünglichen Bedeutung des Wortes (eitel = vergänglich), war dann auch mein Verbleiben im Turnier nicht von Dauer.

Ich startete also im Crazy Call Monday Rebuy Rumble – einer der bestmöglich promoteten Veranstaltungen für Trente-et-Quarante-, Easy Hold’em-, Bavarian Stud- und Chemin de Fer-Spieler. … OK, mal ganz im Ernst: Ich war beim 50€ unlimited Rebuys Satellite zum 1000€ Main Event der Duisburger Pokerwoche (auch wenn die Spieler in den oben genannten Spielen sicherlich weniger verlieren würden … und ich vielleicht auch ;-) ).

Die Struktur war knackig – aber nichts Ungewöhnliches bei einem solchen Event und vor allem im Vorfeld bekannt. Die Dealer in Duisburg waren auf Westspiel-Niveau des Ruhrgebiets, also sehr schnell (!) und regelfest. Könnte gut sein, dass sie auch durch die vorbildliche Ausbildung von Thorsten Sälzer gegangen sind. (Nicht zu vergleichen mit den angesprochenen „Croupiers“ in anderen Posts von mir)

Nichtsdestotrotz gibt es natürlich immer wieder ein paar Hausregeln, die mein investigatives Interesse wecken. Z.B. sind die Chips, die über die Linie gegangen sind WEG. Als Beispiel eine Hand bei Blinds 0-60/120, bei der ein Spieler in später Position mit 1200 Chips all-in geht und der unachtsame Small Blind die 60 zum Completen hinterher wirft. Das All-In-Raise wollte er natürlich nicht callen. Für mich wäre jetzt eher die Frage, ob der call zählt (würde ich nicht so sehen) oder ob er folden kann ohne weitere Chips investieren zu müssen. In Duisburg wurde der Fold akzeptiert, die zusätzlichen 60 Chips waren dafür aber weg… (Comments?) Neben der Tatsache, dass der „All-in gegangene Spieler immer als erster“ seine Karten im Showdown zeigen muss, und der ursprüngliche Raiser also noch bequem mucken kann, ist dieser Post vor allem der Tatsache zu verdanken, dass keine elektronischen Geräte an den Tischen zum Einsatz kommen dürfen. KEINE – also mussten mein Zen und meine Bose-Headphones diesmal ausgeschaltet bleiben, wodurch ich also allen Spielkommentaren in Körner-Qualität ausgesetzt war.

Das moderne Duisburger Casino kommt eigentlich allen Spieler-Wünschen sehr gut nach, bis auf die Tatsache, dass die Klimaanlage wohl direkt aus Nevada importiert wurde und noch mit der Default-Einstellung „arktischer Frühling“ läuft.

Im mit 77 Spielern ausverkauften Turnier, ging es gemächlicher zur Sache als gedacht. In der Rebuyphase werden gerade einmal 73 Rebuys getätigt. Von meiner Seite kam (überraschenderweise) kein Rebuy dazu und ohne zu lucken war ich nach zwei Leveln Chipleader mit dem 4,5fachen meines Anfangsstacks (soweit nicht ungewöhnlich) – aber der Titel dieses Posts lässt es schon erahnen: Der Bigstack blieb auf dem Weg itm (12 Plätze bezahlt) nicht intakt (bei mir leider auch nichts Ungewöhnliches).

Relativ unspektakulär verliere ich 5 Hände hintereinander (ein Push geht durch) und finde mich als 53. von 77 Spieler an den Rails wieder:
#1: Die erste Hand pushe ich vom „Butoff“ (der Button foldet offensichtlich out-of-turn) mit , da ich davon ausgehe, dass der Shortie im BB seine restlichen 2 BB mit fast any two hinterher wirft und ich hier von der Handrange weit genug above average liege. Genau das passiert () auch erwartungsgemäß! Nur der Kommentar, der wie aus der Pistole geschossen kommt, als plötzlich eine im Flop auftaucht ist nicht ganz wie erwartet: „Ich call’ hier natürlich mit any two, da ich wusste, dass er nur klauen wollte“ … ahja.
#2: Nachdem mein Standardraise 2,5 BB ist und ich diesmal nicht so viel Lust auf komische Calls und vor allem Kommentare habe, raise ich die nächste Hand mit auf 4 BB, um den SB mit 8 BB vor elementare Entscheidungen zu stellen. Die umgeht er äußerst geschickt, indem er mit seinem 8-BB-Stack die 4 BB callt (ziemlich deceptive). Aufgrund der Pot-Size und seinem Reststack gehe ich vor dem Flop blind all-in, nur um zu sehen, wie ich drawing dead vom gefloppten Flush (mit !) gesnappcallt werde.
#3: Nächste Kontrahentin ist eine ältere Frau, die soviel Kreativität in der Auswahl ihrer Starthände wie Tattoos besitzt (jeder Quadratzentimeter war bedeckt davon), dafür aber bei der Spielweise der Nuts nur einen Move kennt: All-In! Sie hat bereits zweimal mit mit ca. 30 BB Preflop all-in geschoben und ist einmal von gecallt worden. Nachdem ich als Preflop-Raiser gegen sie den Showdownvalue meiner Hand sehe (), aber nicht gewillt bin auf dem Board von noch zu investieren, löse ich mich gegen eine Bet von ihr gedanklich schon von der Hand … naja außer es käme ein oder ein auf dem River. Das kommt und sie geht insta-all-in (NUTS-Alarm), was ich dann bedauerlicherweise calle um mir anzuschauen.
Die Vorgeschichte war, dass sie in jeder Hand propagierte mich noch „zu kriegen“ da sie ja gegen einen 5-BB-Raise (nach 2 Limpern) weggelegt hatte (wow!!) und auf dem Flop ja getroffen hätte (ich hielt ). Dank untersagten Bose-Kopfhörern war ich Zeuge wie sie ankündigte, sich diesmal keine Angst machen zu lassen. … naja – und ich dachte jetzt packt sie den Mega-Move aus. :-(
#4: Inzwischen Short und kurz vor der Blinderhöhung openpushe ich mit aus mittlerer Position mit 7 BB all-in und werde von einem 3,5-BB-Stack mit gecallt.
#5: Mit den restlichen 3,5 BB sitze ich UTG und bin gespannt, ob ich etwas Spielbares oder irgendwas suited und/oder connected in-the-hole finde. Dem ist so und ich bringe meine Chips unter. Wenn man dann von gecallt wird ist das ja normalerweise ein Grund zur Freude… nur nicht wenn man selber hält!!!

Naja, hatte diesmal auch meinen Glückskeks zu Hause gelassen!

Wat willste machen? … wie der Duisburger sagt.

Livet i den hurtige bane (Leben auf der Überholspur)

am 14. November 2008 unter Mr. Black abgelegt

… oder das ultimative Anti-Tilt-Training.

Den Titel als kleine Hommage an Peter Eastgate, der eindrucksvoll den Sieg im WSOP M.E. für Dänemark einfahren konnte. (Einige wissen ja schon, dass ich auf Eastgate setzen wollte, dass er den Titel holt und zwar mit der Siegerhand von 2 Paar … aber da meine letzten Prop-Bets nicht so gut gelaufen sind wie mein Pokerspiel, habe ich’s dann gelassen … wenigstens gewann er mit einer Straight und nicht 2 Paar – puh!)

Da in letzter Zeit immer ’mal wieder das Thema Casino-Sperren auftauchte – hier mein Tipp an alle Pulverfässer: Don’t fuck up! Legt ihr euch mit dem Casinopersonal an, dann sind das 7 Jahre Abstinenz, werdet ihr handgreiflich gibt’s noch mal 7 Jahre Casinostrafbank bis zu ner Matchstrafe dazu. Das kann pokertechnisch ganz schön bös’ sein – außer ihr schafft es in Hohensyburg ins Casino, da bekommt ihr als gesperrter Spieler vor dem zuständigen Gericht eure Verluste wieder gutgeschrieben – viel Erfolg!

LIVE AND LET DIE passt vielleicht ganz gut als Arbeitstitel für diesen Post…

An dieser Stelle möchte ich einmal das ultimative Anti-Tilt-Training vorstellen. Während ich natürlich immer wieder Zeuge bin, wie Spieler gegen andere Spieler tilten – z.B. nach meinem Double-Up mit vs. – oder nach dem „Schwarz-Stare“ ;-) – ist es bei mir so, dass mich eigentlich andere Spieler nicht tilten können … aber genügend Dinge während eines PokerTurniers schon:

Ein Beispiel anhand der Spielbanken Niedersachsen:

Zur Anmeldung für das Turnier muss man schon eine Stunde vorher anwesend sein. Und das auch, wenn man schon angemeldet ist. Das sollte sowieso jeder tun, und auch schon via Kreditkarte bezahlt haben. Ist ja schon mal sehr spontan für ein Pokerturnier … aber nagut.

Die Blindlevels 30 Minuten – das ist schon mal besser als bei einem 15€-Turnier, immerhin beträgt das Startgeld hier 210€! Schade, wenn dann gerade einmal 11 Hände pro Level ausgeteilt werden – so langsam war bislang noch niemand … ich will aber nicht zu voreilig sein, denn jeder verdient seine Chance!

Leider ist es fast eine Farce, als die Turnierleitung zum Applaus für die studentische Aushilfskräfte und die Roulette-Croupiers aufruft, die dieses Turnier ermöglichen. Die Roulette-Croupiers sind wirklich eine klasse für sich, da bei jedem Showdown eine Checkliste laut durchgegangen wird: „Kein Flush möglich – Die Straße hat keiner – Da ist ein Pärchen – … ah, da sind sogar zwei: Herzlichen Glückwunsch!“

Wer jetzt noch nich On-Tilt ist, bekommt von den Croupiers Stories über irgendwelche Hände im Casino erzählt, die sie zum Besten geben, ohne dabei die gemischten Karten in ihrer Hand zu verteilen. Wessen Zeit ist das hier? Wer die Turnierleitung auf eventuelle Missstände oder das Herunterticken der Blinduhr hinweist, wird nur mit „Meine Herren, wir sind doch alle zum Spaß hier, genießen Sie doch das Spiel!“ abgespeist. Würde ich ja gerne, aber wie soll das so funktionieren???

Die Chips im Casino sind die 08/15-Chips, die es in jedem Pokerkoffer überall zu erstehen gibt, natürlich eine sichere Sache für ein Casino-Turnier mit 5stelligem Preispool! Naja, wenigstens sind die 20er (Zwanziger, wofür das??) Chips aus dem casinoeigenen Vorrat. Dummerweise habe ich mich dem öffentlichen Gespött der Stammspieler preisgegeben als ich schnell einem Spieler für seinen 100er Chip fünf 20ger hingeworfen habe: „Haha, das macht doch der Croupier!“ haben sich alle über mich totgelacht. In jedem anderen Casino lasse ich das denn Croupier auch gerne machen – aber nicht wenn er für diesen Vorgang über 1 Minute braucht („100 der Herr!“ – Daraufhin werden die fünf Chips aus dem Tray vor den Spieler ausgebreitet und noch einmal einzeln abgezählt – „Zwanzig, vierzig, sechzig, achtzig, einhundert, der Herr!“ – und der Hunderter mit einem herzzereißendem „100 gegen 100 gewechselt“ in das Tray verabschiedet).

Die Chips werden sowieso von den Dealern herzallerliebst umsorgt. Da wir bei den sich ständig verdoppelnden Blinds und dem exorbitanten Dealingspeed genug Zeit für allerlei Liebe zum Detail haben, haben es sich die Dealer (oder hier ausnahmsweise besser „Croupiers“) zur Aufgabe gemacht, die Einsätze nach einer Setzrunde nicht einfach im Pot zusammenzuschieben, sondern fein säuberlich nach Chipkategorien zu unterteilen: 14 Grüne auf einen Stapel, 9 Schwarze daneben und noch 3 Violette aufeinander! – Kann ich die Potsize so etwa besser zählen??? Aber was macht man nicht alles wenn man Zeit hat.

Da wirkt es fast schon entspannend, dass fast alle Spieler am Tisch ein all-in mit 9-6o snapcallen oder damit all-in pushen. Anzusehen ist ihnen die Trashhand nicht. Mit einem guten Read würde man hier Asse bei den Spielern vermuten, denn was sie ausstrahlen lässt auf eine Monsterhand schließen. 9-6o ist natürlich alles andere als eine Monsterhand und mir bestenfalls als „Breakfast of Champions“ in umgekehrter Nennung bekannt … aber das sehen Hannoveraner Fußballfans wohl anders!

Da ein Turnier mit kanpp über 30BB-Startingstack wohl nicht ohne Weiteres in die Kategorie Deepstack-Tournament eingeordnet werden kann, ist es natürlich schöner, wenn man nicht nur immer 2 Chips vor sich liegen hat, sondern von den kleineren Nominationen schon das ein oder andere Türmchen vor sich stehen hat. Wenn man dann allerdings jede zweite Hand von der Turnierleitung gefragt wird, ob man nicht die Chips vor sich gegen größere Nominationen aus dem Tray wechseln möchte und dies mit einem dezenten „NEIN!!“ beantwortet, muss man sich anhören: „Die werden sowieso beim Race for Chips später rausgenommen“ … übrigens ohne „…, der Herr!“.

Apropos Race for Chips. Natürlich löblich, dass man auch in deutschen Casinos bei Blinds 10.000/20.000 nicht noch mit 20er-Chips spielen muss, allerdings hätte ich schon vermutet, dass bei einem Race for Chips mit neun 500er Chips nicht der Sieger auf einmal vier 1000er zugeschoben bekommt, was allein ungefähr dem Average-Stack entsprach. Aber das Winner-Takes-All eigentlich nur in den thekenfernsten Stammtischrunden beim Race-for-Chips gespielt wird, scheint den Spielbanken Niedersachsen nichts auszumachen.

Naja, gespielt wurde natürlich auch noch, wobei die Kommentare der Dealer, des Floormans und des Turnierdirektors immer einen Großteil der Action ausmachten. Nachdem nicht ganz unerwartet schon relativ früh die Push-or-Fold-Phase erreicht wurde, wurden mir vermehrt ungläubige Blicke zu teil, da ich nicht mit 4 BB wie die anderen Spieler noch zu einem überzeugtem „Call“ in der Lage war. Nachdem ich mit meinen Pocketpairs und guten Aces von den letzten 11 Händen ca. 6 gepusht hatte (alle ungecallt), war ich aufgrund der Blinderhöhung immer noch nicht aus der roten Zone heraus. Also Pushe ich am CO mit AJs wiederum all-in, nur um aus dem Blind mit AKo gecallt zu werden. Happens! In der nächsten Hand bin ich allerdings der jenige, der im High-Jack AKo hält und pushe natürlich wieder. Anscheinend hat der Small Blind gesehen, dass ich mit einem Call sterblich bin, und so werde ich von gesnapcallt. Natürlich kommen gleich die und die im Flop: Nice Hand, Sir!

An sich kein Problem für mich (außerdem habe ich immer noch Chips) – wenn jetzt nicht der Turnierleiter zu mir käme, der mich nach den anfänglichen Pushes wohl für den größten Bluffer gehalten hat, und mir überrascht und irgendwie ehrfürchtig folgenden Satz auf die Nase drückt: „Aber über Ihre Hände können Sie sich wirklich nicht beschweren, … mein Herr!“ – So ein Spruch wäre zu Zeiten von Wild Bill Hickock nicht einfach so durchgegangen. Ich denke kurz an die Zeiten von Duellen zu High Noon, kurz an die Bare-Knuckle-Fights in Snatch, denke an meine restlichen Chips, das Edge in diesem Turnier … und nicht zuletzt an 7 Jahre Sperre. Die Essenz dieser Eindrücke ist ein kommentarloses, nicht näher zu definierendes Grinsen in Richtung Turnierdirektor…

Am Final Table wurden übrigens alle Spieler mehrmals darauf hingewiesen, dass man ja jetzt zum Ende kommen solle, denn es hätten sich für diesen Tisch schon Spieler für Cashgame auf der Warteliste eingetragen! WAYNE …?

Dann bis zum nächsten Wochenturnier!

 

Friends of Jan Schwarz – heute: Stephan Kalhamer

am 01. November 2008 unter Mr. Black abgelegt

MIT STEPHAN KALHAMER WIRD ERSTMALS EIN OBERPFÄLZER BEI DEN INTERNATIONALEN „FRIENDS OF JAN SCHWARZ” AUFGENOMMEN

Stephans Keller, 20. September 2008. Stephan Kalhamer ist Freund, Kritiker, Roommate, Alter Ego und manchmal die größte Nervensäge der nördlichen Hemisphäre. Diese Expertisen zeichnen ihn als ein ideales Mitglied für den erlesenen Kreis der „Friends of Jan Schwarz” aus, in den er als erster Oberpfälzer aufgenommen wird. Damit erweitert Jan Schwarz den exklusiven Zirkel außergewöhnlicher Großsäuger, die auf verschiedenste Weise mit Humor zu tun haben. Zu ihnen gehören Atomphysiker, Wortverdreher, Karussellbremser, Baumschuppser, Büstenhalter und Stars bekannt aus Funk, Fernsehen und Märchenkassetten. Jeder von ihnen hat seine persönliche Verbindung zu Humor.
Top-Know-how hat sich Jan Schwarz nun mit Stephan Kalhamer gesichert.
Der 32-Jährige bringt nicht nur manchmal die alkoholischen Getränke mit. Auch als iPhone-Pianist, Stand-Up-Poet und geschicktester Hoch-Tief-Dealer hat er die besten Voraussetzungen als „Friend of Jan Schwarz”.

Willkommen, Stephan! … danke, dass Du immer dabei bist und so eine hohe Schmerzgrenze hast!

Achja… – und dann seht mal was für ein phantasieloses Plagiat Full Tilt aus dem Ganzen gemacht hat:
MIT STEPHAN KALHAMER WIRD ERSTMALS EIN DEUTSCHER BEI DEN INTERNATIONALEN „FRIENDS OF FULLTILTPOKER.NET” AUFGENOMMEN

München, 30. Oktober 2008. Stephan Kalhamer ist Autor, Mathematiker, Strategieberater und Pokerliebhaber. Diese Expertisen zeichnen ihn als ein ideales Mitglied für den erlesenen Kreis der „Friends of FullTiltPoker.net”
aus, in den er als erster Deutscher aufgenommen wird. Damit erweitert FullTiltPoker.net den internationalen Zirkel außergewöhnlicher Pokerspezialisten, die auf verschiedenste Weise mit Poker zu tun haben. Zu ihnen gehören TV-Kommentatoren, Verfasser von Drehbüchern, Autoren und Hobbyspieler. Jeder von ihnen hat seine persönliche Verbindung zu Poker.
Top-Know-how hat sich FullTiltPoker.net nun mit Stephan Kalhamer gesichert.
Der 32-Jährige bringt nicht nur enormes mathematisches Wissen mit. Auch als Stratege und freier Schriftsteller hat er die besten Voraussetzungen als „Friend of FullTiltPoker.net”.

Dicke Duisburger Donkaments am Do… *mist* … am Freitag

am 23. Oktober 2008 unter Mr. Black abgelegt

Als Mitglied der schreibenden Zunft erhaschen mich ab und an verlockende Einladungen zu exklusiven Turnieren, in denen man unter seinesgleichen spielen kann. Das darf man sich eigentlich nicht entgehen lassen, da man sich sonst mit dem Mob der ordinären Pokerspieler abgeben muss!

… lasse ich mir aber normalerweise entgehen.

Denn, ob ich in Monaco gegen Boris Becker spiele oder gegen meinen rothaarigen Nachbarn ist mir ziemlich schnuppe, und auch ob ich beim PromiPoker als Sparringspartner für Kreativspieler wie Ex-Promi Pierre Geisensetter oder Christine Theiss herhalten kann (letztere haut mir womöglich noch eins auf die Nase). Das WSOP-Presseturnier wäre natürlich schon eine Nummer interessanter gewesen, hätte es nicht an meinem Abflugtag stattgefunden. Außerdem hätte ich bestimmt verhindern können, dass mein Kollege Stefan Hachmeister in dem Event bubblet … (wäre ich dabei gewesen hätte ich ihn sicher schon eher rausgenommen ;-) ).

Langer Rede gar kein Sinn… – nach längerer Zeit bin ich mal wieder einer Einladung zu einem Presseturnier gefolgt, was oft einem Regelkundeseminar gleichkommt. Da war es in Duisburg schön zu sehen, dass auch fachkundige Chipspender neben den Exoten am Tisch saßen. Radio Duisburg war mit seinem Poker-Turnierteam-Triumvirat um Knut Martini angetreten, und auch Roy Decker (schreibt für so ein Spartenmagazin) und Emu „Dashiiiiid“ Adam von PokerToday waren am Start. Nach der eloquenten Spieleinführung durch den Dealer (hier würde ausnahmsweise „Croupier“ besser passen) waren wir alle um einige Erkenntnisse reicher, jedoch die Pokerunkundigen mitnichten schlauer. So hatten wir zum Beispiel gelernt, dass die fünfte Karte der Fluss ist, dass beim Hold’em alle Spieler sich in ihre Karten verlieben und sie überbewerten, und dass man „richtiges“ Poker nur beim Seven Card Stud lernt.

Wie auch immer – wir spielten schließlich zum Misfallen des Dealers Hold’em. Zu elft und mit 25 BigBlinds (wtf) starteten wir nicht allzu deepstacked in das Turnier und jeder wollte mal schauen wie es ist diese bunten Jetons in die Mitte zu bringen. Nachdem in der ersten Hand UTG ein Standardraise machte und es sich schnell 4 Caller fanden waren bereits 18 BB im Pot, so dass ich mir hier mit any two einen Riesenspot mit viel Foldequity zum nahezu Verdoppeln greifen wollte – schnell noch unter die Pocketkarten gelinst und rein mit den Chips! … moment – die beiden Karten haben ja sogar Showdownvalue! Also erst einmal schauen, ob nicht noch jemand der Meinung ist, dass ich noch wegwerfen könnte wenn ich nur „ein bisschen“ raise. Also 17 BB-Raise und noch 8 dahinter, da kann ich mich noch gut von den Karten trennen. Überraschenderweise trifft jedoch nicht jemand hinter mir oder der UTG-Raiser die Entscheidung All-in zu gehen sondern der zweite Overcaller. Naja, meine halten gegen seine und ich habe in der ersten Hand fast verdreifacht. Mit der nächsten Hand laufe ich am Flop in eine Donkbet und gebe sie auf. Danach kann ich mit mit getroffenem Ass auf dem Flop weitere zwei Spieler vom Tisch nehmen. Emu muss einstweilen gegen meinen Raise all-in seinen Blindsteal gegen mich aufgeben, und ich weiß ehrlich gesagt nicht mehr so genau, ob ich noch an weiteren frei gewordenen Plätzen am Tisch beteiligt gewesen bin…

Die entscheidende Hand unter diesen Donkaments sei vielleicht noch einmal festgehalten, da ich den beiden anderen Involvierten Credit geben muss und mir Roy Decker nachher weissagte, dass ich die Hand in einem echten Turnier nie so gespielt hätte … da war ich allerdings anderer Meinung.

Emu sitzt am BU, Stacksize: 4.300
Roy sitzt im SB, Stacksize: ca. 3.500
Hero sitzt im BB, Stacksize: ca. 14.000

Wir sind 5-handed, Roy und Emu sind nicht die Shortstacks, Blinds 200-400, Plätze 1-3 „in the money“ ;-)

Emu callt, Roy completed, ich checke im BB – Pot: 1.200
Flop kommt: rainbow (oder kariert, wie mach eine deutsche Pokerspielerin sagen würde)

Roy setzt 1.000
Ich halte für den Open-ender und kann eigentlich nur bezahlen, wenn
- Emu hinter mir noch mit reinspringt (unwahrscheinlich)
- Roy mir eine Free Card gibt (möglich)
- ich bei einem Hit volle implied odds bekomme (sehr wahrscheinlich bei dem Reststack)

Ich calle auch.

Emu pusht jetzt all-in. Hmmm. Da Roy das All-in callt ist es ab hier ein No-Brainer, da ich meine 8 Outs für sicher halte und 2.900 für einen total pot von 12.100 zahlen muss. (Einen kreativen Spielzug mit auf dem Flop traue ich hier keinem zu … was allerdings nicht für die bereits Ausgeschiedenen gilt!)

Beide halten das TopPair und ich treffe auf dem River meine .

Damit handele ich mir nicht nur den Titel „Luckbox II“ sondern nach dem Sieg auch ein Satellite-Ticket für das Main Event der Duisburger Pokerwoche ein (wenigstens ist es kein Chipkoffer geworden). Ich komme also wieder ;-)

Wie an der Turnierstruktur denke ich deutlich wurde, dürfte es offensichtlich gewesen sein, dass mein mich begleitender Glückskeks hier hervorragende Dienste geleistet hat – Danke :-)

So long.

Mein Name ist Black, Mr. Black

am 15. Oktober 2008 unter Mr. Black abgelegt

James Bond lässt grüßen…
Und weil Andreas Daniel, der ein guter Freund von mir ist, mich am Tisch gerne mit seinem typisch österreichischen Akzent verbessert “aber nur in pik!”, wenn ich sage, dass 75s die James Bond Signature Hand ist – habe ich mal eine Hand von mir in pik gepostet:
Gegner sind diesmal nicht Fukutu und Infante – aber ein Le Chiffre war mit einem megaloosen Trashtalker bei mir auch an Board (der diesmal PF sogar eine Hand hat – danach aber nichts mehr in der Hand zu suchen haben sollte) – und auch der tighteste Spieler am Tisch, der meist genau weiß was er macht ist involviert…:

Kurz zur Erinnerung die James Bond-Hand aus Casino Royale (2006) geht so:

4-handed Play:
Alle Spieler sind am Flop dabei – nachdem von jedem Spieler 6 Millionen Pre-Flop (wie auch immer… – die Blinds sind mindestens 500.000/1.000.000) in die Mitte gewandert sind.

converted by Mr. Black
Texas Hold’em (No Limit)  – Table 1 (10 max)  — Seat 6 is the button — Seat 3: Fukutu: (12.000.000) – Seat 4: Infante: (11.000.000) – Seat 6: Le Chiffre (45.500.500) – Seat 10: James Bond (46.500.000)

Pot  : 24.000.000

** Dealing Flop ** : 

James Bond : Check
Fukutu : Check
Infante : Check
Le Chiffre : Check

** Dealing Turn ** : 

James Bond : Check
Fukutu : Check
Infante : Check
Le Chiffre : Check

** Dealing River ** : 

James Bond : Check
Fukutu : Raise (6.000.000)
Infante : Call (5.000.000)
Le Chiffre : Raise (12.000.000) MINRAISE!!!
James Bond : Raise (40.500.000)
Le Chiffre : Call (39.500.000)

1.000.000 is returned to James Bond

** Summary **

main pot : 44.000.000
side pot #1 : 3.000.000
side pot #2 : 68.000.000

Fukuto shows a flush, ace high —
Infante shows a full house, eights full of aces —
Le Chiffre shows a full house, aces full of sixes —
James Bond shows a straight flush, eight high —

James Bond collected 44.000.000 from the main pot with a straight flush 8 high
James Bond collected 3.000.000 from side pot #1 with a straight flush 8 high

James Bond collected 68.000.000 from side pot #2 with a straight flush 8 high

Infante finished 4th
Fukuto finished 3rd
Le Chiffre finished 2nd
James Bond wins the tournament

This table is closed.
converted by Mr. Black

btw … NICE TIP, Andreas! (James Bond tips Andreas Daniel a 500k chip)

Und nun zu mir…

***** Hand History for Game xxxxxxxx *****
Texas Hold’em (No Limit)  – Table 1 (10 max)  — Seat 6 is the button – Level 2 Seat  1: HansGerd0815 (1235) Seat  2: pysan (1545) Seat  3: HERO (2585) Seat  5: runningman (5970) Seat  6: guntero (1945) Seat  7: fcb1944 (1910) Seat  8: hades123 (2810)
fcb1944 : Small Blind (15)
hades123 : Big Blind (30)
** Dealing down cards **
Dealt to HERO
HansGerd0815 : Fold
pysan : Fold
HERO  : Call (30)
runningman : Raise (120)
guntero : Fold
fcb1944 : Call (105)
hades123 : Fold
HERO  : Call (90)
** Dealing Flop ** : 
fcb1944 : Bet (420)
HERO  : Call (420)
runningman : Call (420)
** Dealing Turn ** : 
fcb1944 : Bet (540)
HERO  : Call (540)
runningman : Call (540)
** Dealing River ** : 
fcb1944 : Bet (830)
HERO  : Raise (1505)
runningman : Call (1505)
** Summary **
Main Pot: 5760 | Rake: 0
Side Pot: 1350 | Rake: 0
Board:
HansGerd0815 didn’t bet  (folded)
pysan didn’t bet  (folded)
HERO bet 2585, collected 7110, net +4525 a straight flush, nine high —
runningman lost 2585  a flush, ten high —
guntero didn’t bet  (folded)
fcb1944 lost 1910  a flush, ace high —
hades123 lost 30 (folded)  (folded)
HERO wins 5760 from the main pot with a straight flush, nine high
HERO wins 1350 from side pot #1 with a straight flush, nine high

 
 

 
 

Der Arme fcb1944!
Flop: top two pair (4th nuts)
Turn: top two pair + nut flush draw
River: nut flush (2nd nuts)

Was mit dem Maniac (mit TT) passiert ist, war ja vorgezeichnet … er hat mich anschließend mit any two gecalled und dann auf eine Conti von mir mit TPTK all-in gecheckraised mit einem Gutshot. Mein AKs hielt gegen sein QJo und ein weiterer größerer Pot ging ein meine Richtung.

Achja – bei mir war das Turnier übrigens nicht wie bei Bond beendet – sondern ging noch einige Zeit weiter. Die Hand stammt noch ziemlich aus der Anfangsphase des MTTs. Am Ende bin ich am Final Table zweiter geworden – wobei mehr drin gewesen wäre, wenn in einer Key Hand sich nicht ein mutiger Caller meines PFR auf 4BB gefunden hätte. Mein AQs war PF und auf dem Flop mit dem Ass noch gut, den Flush auf dem Turn war ich dann aber nicht mehr gewachsen… (James hätte das bestimmt anders gespielt)

Auf die Füße gefallen

am 06. Oktober 2008 unter Mr. Black abgelegt

Dass man den 42. Platz im WSOPE Main Event nicht einfach so wegsteckt, kann sicher jeder Pokerspieler verstehen. Eigentlich hatte Mr. Black angekündigt eine Pokerpause von nicht allzu kurzer Zeit einzulegen … aber wie ein Skispringer, der gestürzt ist oder ein Reiter der vom Pferd geworfen wurde, begab er sich nach nur 2 Tagen Abstinenz ins nächste Bootcamp …. ergo: die Spielbank Hannover.
Dort schlug er sich unter 45 Teilnehmern sehr gut und kam sogar als Chipleader an den Final Table. Da hier die Blinds bereits unglaublich hoch (und die Dealer unglaublich langsam) waren, wäre ein Deal sicher ein Gedanke gewesen. Allerdings war bei dem moderaten Buy-In der sportliche Ehrgeiz vorrangig und auch das Edge am Final Table unübersehbar. Auch wenn es zur Bubble (Plätze 1-5 in-the-money) noch einmal knapp wurde, machte sich das aggressive Spiel bezahlt und Mr. Black sicherte sich Platz 3 in der Spielbank Hannover.

Fazit: Das richtige Sparring scheint Mr. Black also gefunden zu haben – mal schauen was der nächste „echte“ Wettkampf wird…

Mit was für einer Hand?

am 30. September 2008 unter Mr. Black, WSOPE abgelegt

Jan ist mit 40 k short.

Jan bekommt ein Raise und Jan pusht mit . Fold

up to 52K

Jan hat im BB und bekommt vom Chipleader Justin Smith am Button einen Raise.

Jan pusht, da Justin Smith hier wohl mit naheuzu any two raist, wird aber leider von instacallt.

No Ace und Jan ist raus.