At the Red Rock Casino Las Vegas, Nevada

am 19. Februar 2009 unter Las Vegas abgelegt

Ich habe am 28.01.2009 im Red Rock Casino in Las Vegas gespielt. Dieses Casino liegt deutlich außerhalb vom Strip in westlicher Richtung. Man kommt dort direkt an, wenn man die Charleston Road West für mehrere Meilen entlangfährt.  Dieses Casino glänzt vor Exklusivität. Ich halte mich dort gerne auf, nicht zuletzt wegen dem anhängigen Kino, in dem immer die neuesten Steifen laufen.  Das RedRock gehört zur Station Gruppe, die für ihren unheimlich großen bad beat jackpot bekannt sind.

In allen anderen Stationcasinos kann man allerdings nicht wirklich Poker um die Einsätze spielen, wie sie mir vorschweben und das Ambiente ist auch eher zweifelhaft. Somit ist das Red Rock wie geschaffen für mit. Guter Stil und gute Pokerangebote.

An besagtem Tag führen wir bereits ind er früh los, um den Tag kompett ausnutzen zu können. Gefrühstückt haben wir im Feast Buffet, das man zwar empfehlen kann, aber nicht zwingend muß. War in Ordnung und satt war ich auch danach (aber das ist in Vegas nun wirklich nicht das Problem).

Ich saß zusammen mit Marco am 2-5$ cash game Tisch. Hier ist ein deutlich besseres Niveau zu finden, als an den weiterverbreiteten 1-2$ Tischen.

Zu Beginn verliere ich ein paar kleiner Pots, die aber nicht schlachtentscheidend sind, bis es zu folgender Hand kommt:

Ich bezahle im SB einen Standartraises mit      caro und der Flop kommt
Ich spiele einen provokaten bet von 5, erhalte 2 Zahler und der Button entscheidet sich, auf 40 zu raisen. Ist ja auch vernünftig. Ich reraise daraufhin auf 105 $, die nun nur noch vom Button bezahlt werden.
Turn:
Ich spiele 155 an und bekomme ein All in über 370 um die Ohren geknallt.   upsss…………..
Jetzt muß ich erst einmal, ganz nach alter Dan Harrington Manie Luft holen und kurz überlegen.
1. Gedanke: Was schlägt mich hier
Antwort:
a) Ein set natürlich, aber das ist dann halt so
b) A10…….aber warum hat er mich dann auf dem Flop nicht all in geschoben…….macht also auch keinen Sinn
c) AK………das wäre sick, da ich dann nur noch auf 2 outs drawen würde……….aber auch unwahrscheinlich, da der Button nicht der Initial raiser war, aber im Vorfeld bereits öfter wild gespielt hat und ich ihm mit AK auf jeden Fall Preflop ein kräftiges Raise gegeben hätte……macht also auch nicht wirklich Sinn
d) alle anderen Ass Kombinationen und den Flush draw schlage ich noch.
Der Pot ist darüberhinaus auch schon groß genug, sodass ich mein Geld investieren kann. Ich calle, auf dem River fällt die und mein Gegner muckt.
Früher hätte ich so eine Entscheidung deutlich schneller gefällt und bin wahrscheinlich auch öfter falsch gelegen. Heute sehe ich die Dinge etwas differenzierter. Ich habe bereits in die Hand investiert und nun habe ich eine Entscheidung zu treffen, die kein No-Brainer ist (mit der Nutz kann jeder callen), also darf ich mir auch Zeit nehmen, um die Setzfolge mit dem Image des Gegners in Einklang zu bringen. Erst dann handle ich (zumindest meist). Dieses Vorgehen kann ich nur jedem Spieler emfpehlen, der sich in einer Situation befindet, die nicht sofort als eindeutig zu identifizieren ist.
In der nächsten Hand spiele ich gegen einen Gegner, der draws überproportional bezahlt. In diesen Situationen hat der aufmerksame Spieler einen Vorteil. Innerhalb von mehreren Stunden bekommt man diverse Showdowns der Mitspieler zu sehen und man kann daraufhin einige Setzmuster ableiten und einordnen.
Bei diesem Spieler war es recht einfach. Passivität, solange er drawt, auch wenn er dafür überproportional zahlen muß und Agressivität, wenn er trifft. Einfaches Muster, einfacher Spieler.
Es kam wie folgt:
Ich halte und der Flop mit meinem Mitspieler kommt
. Prflop wurde geraist und ich sitze im BB. 4 Spieler sehen den Flop, der Pot ist 60 groß.
Ich entschließe mich zu checken, um zu sehen, wo der König sitzt. Der Spieler nach mir setzt 45 und Mr. Überprop. bezahlt. Ich will an dieser Stelle einen großen Pot spielen und raise auf 115.
Ich emfpinde diesen Spielzug als sehr verdächtig. Gute Spieler folden bei diesem Spielzug bestimmt auch AK, nicht aber an diesesm Tisch, deshalb entschloss ich mich, schon in früher Phase einen großen Pot aufzubauen.
Der Initialflopbetor foldet nach kurzem überlegen, aber Herr Ichzahljedendraw bezahlt.
Turn:
Traumkarte für mich, ich bin full, nun hoffe ich, daß mein Gegner auf  dem River seinen Flush trifft. Diese Hoffnung hält mich aber nicht davon ab, auf dem Turn eine Valuebet zu bringen, da ich mir sicher bin, ausbezahlt zu werden.
Ich setzte 145$ und werde bezahlt.
River: und innerlich jubiliere ich!!!!!!!!!!!!!!!!  Sein Setzmuster passt genau auf einen Flush und ich hoffe inständig, daß er nicht nur einen König hält.
Meine Aktion dauert etwas, da ich überlegt. Spiele ich jetzt an, zahlt er mich mit einem König aus, callt aber nur. Checke ich aber, wird er seinen Flush anspielen und ich kann Check-Raisen. Mit einem König wird er aber wahrscheinlich nur behind checken.
Jetzt frage ich mich, wie viel ich setzen könnte, damit er mich mit einem König ausbezahlt…….ich komme zu keinem Ergebnis. Ich weiß es einfach nicht. Diese Unwissenheit macht mich nervös und mein Gegner scheint das zu bemerken, mißdeutet meine Nervosität aber vollkommen.
Ich komme zu dem Schluß, daß ich alles von ihm bekomme, wenn er einen Flush hat und er unter Umständen an dieser Stelle auch mit einem König hoch betten wird, um mich aus dem Pot zu drängen.
Also checke ich………………..
und er setzt……………………..
ich raise alles…………………..
und er bezahlt und zeigt:
Bingo!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Ich habe mir über meinen Check am River dann noch einige Gedanken gemacht und mich gefragt, ob es egal gewesen wäre, wie ich diese Hand am River gespielt habe.
Ein bet von mir, ein raise von Ihm und einen push von mir hätte ebenfalls auf die Stärke meiner Hand bei einem gepairten Board hingedeutet, aber ich glaube nicht, daß dieser LAG selbst bei dieser Betsequenz gefoldet hätte.
Egal,,,,,the money is mine……….
Hier kam es auch das erste mal in meiner Pokerkarriere vor, daß ich an deiner Hand verdient habe, in die ich nicht involviert war.
Jeder, der an diesem Tag Quads 8 machte, erhielt 1.500$ und jeder am Tisch befindliche Spieler bekam 100$ vom Casino ausbezahlt. Kriterium war allerdings, das mit beiden Holecards gespielt wurde.
Ein junger sympathischer Asiate machte diese Hand an unserem Tisch und bescherte und damit einen kleinen Teil aus dem großen Jackpot. Ich fand es als überaus anständig, daß der Junge dem Dealer einen 100$ Chip zukommen ließ.
Es lebe das Red Rock Casino
So long
The little sheep

Karten zeigen, oder nicht?

am 14. Februar 2009 unter Las Vegas abgelegt

Es geschah vor gar nicht all zu Langer Zeit, in einem fernen-fernen Land in Las Vegas. In einem Hotel, daß den Namen einer italienischen Stadt trägt, die durch Wasserstraßen gekennzeichnet ist.

Dieses Hotel hat den Ruf, aus aller Herren Länder gute Pokerspieler anzuzuziehen. Auch ist es das Stammcasino vieler Las Vegas Pros und man läuft im Grunde immer einem über den Weg, wenn man sich dort aufhält.

Dies war mein Ziel, um mich bei einem zünftigen 2-5$ cash Game niederzulassen. Der Tisch war recht schnell sondiert und ich wußte, wo die guten und starken Gegner saßen. Dies zu erkennen ist wichtig, noch wichtiger ist aber, die mutigen und weniger begabten Spieler zu erkennen und gegen diese eine Spielstrategie zu entwickeln. Diese Partie verließ ich mit einem stolzen Plus, war aber trotzdem verärgert. Und dies war passiert……………

Links neben mir saß ein weak tighter Spieler, der dazu im Stande war, Top Pair Top Kicker zu folden, wenn die Action zu groß wurde. Dieser war mein Gegenspieler Nr.1, da hier immer gute Pötte auf dem Turn zu generieren waren.

Der linke Spieler neben ihm zeichnete sich durch andere Attribute aus. Diesem Herren war es sehr wichtig, maskulin zu gelten und ich beobachtete ihn, daß er seinen Live Straddle (LS) jedesmal gegen eine Limperschaft raiste. Mein Image war wie immer tight, doch wenn ich spielte, spielte ich agressiv.

So geschah es, daß unser LAG einen LS setzte und bis zu mir im SB gefoldet wurde. Ich hielt 10-10 und limpte mit zwei Gewissheiten in den Pot ein

1. mein BB würde niemals raisen, außer er hielt ein Monster

2. der LS wird mit einer Wahrscheinlichkeit von 95% in dieser Situation gegen die Blinds raisen, egal mit was für einer Hand.

Und so geschah es auch, der Kollege neben mir callte auf 10 und Herr LS erhöhte auf 45. Ich feuerte daraufhin freudig 155 in den Pot, worauf der BB foldete. Ohne Überraschung callte der LS meinen Raise und wir sahen den Flop AQ3. Normalerweise kein idealer Flop, aber ich wußte,daß ich diesen herrn an dieser Stelle aus dem Pot drängen konnte, da ich mit AK vor dem Flop ein ReRaise bekommen hätte, konnte mich in diesem Augenblick nur AQ meinen schnell geschmiedetem Plan widerstehen.

Ich wollte den Flop als check-raise spielen und klopfte deshalb in spannender Erwartung auf den grünen Filz, nur um ein weiteres Klopfen zu vernehmen. Mein Gegner erwiderte: I don´t you your pocket Aces off. Interessante Information.

Der Turn brachte ein blank und nun spielte ich 185$ an, worauf mein Gegner foldete und behauptete eine Ass gehabt zu haben. Ich merkte, daß ihm die Situation nicht sonderlich gut geschmeckt hat und weitete deshalb meinen Plan, gegen diesen Spieler große Pots zu spielen aus.

Ich zeigte meine 10-10 mit dem Kommentar………….you talk too much, don´t mess with me.

Ohhhh, ich merkte, wie es dem Herrn nun die Tiltröte ins Gesicht trieb und entschloss, gegen diesen Gegner meine Range preflop zu erweiteren. Ich hatte einen neuen Feind am Tisch und in den nächsten Händen wurde sein Spiel noch wüster und unkontrollierter als vorher. Ich beobachtete dies mit Freude und behielt seinen Stack ganz besonders im Auge. Er hatte noch 850$ behind.

Doch dann kam es zu einer Situation, die mir nicht gefallen hat.

Der Spieler neben mir, den ich anfangs als weak tight identifiziert hatte war in einem Pre-Flop geraisten Pot mit dem getilteten Spieler. Der Flop las sich

Q 4 Q

und beide checkten.

Der Turn brachte eine auf den ersten Blick unbedeutende 5 auf den Tisch.

Nun spielte der weak tighte Spieler an………so ca. 60 in einen Pot von 80.  In diesem Spot sehr verdächtig, da Top Pair Top Kicker ja einen Drilling gemacht hätten.

Auf jeden Fall Raiste der Gegenspieler auf 195 und erhielt postwendend einen Re-Raise auf 410.    Klingeling………Klingeling………was is den hier los……….

Ohne zu zögern und mit hochrotem Kopf schob der getiltete Spieler nun seinen gesamten Stack in die Mitte. Er wollte dem Tisch zeigen, daß er sich nicht mehr aus einem Pot verdrängen ließ und zeigte stolz nach dem Call des weak tighten Spielers QJ für einen gefloppten Drilling.

An dieser Stelle startet die Analyse.

Der weak tighte Spieler hätte niemals mit einem schwachen, oder einem guten Blatt einen Re-Raise gespielt. Auch war die Range, mit der der weak tighte Herr einen Preflop Raise callte auf max. Q10 auszudehnen. In dieser Situation konnte Herr Tilt auch genau eine Kartenkombination aus der Range des weak tighten Spielers schlagen……nämlich besagte Q10.

Ein Bluff war an dieser Stelle nach der Action ausgeschlossen und ich hätte mich spätestens nach dem Re-Raise gefragt, ob ich mit QJ gegen diesen Spieler noch vorne bin. Eher nicht……………..und so brachte der Spieler, den ich vorher genau mit dieser Absicht auf tilt gesetzt hatte, gegen die 5-5 des Gegners 850$ unter und verließ daraufhin ausgebrannt den Tisch.

Ich ärgere mich deshalb, da der weak tighte Spieler bestimmt nicht meine Absichten erkannt hat und hier zufällig in eine große Hand verstrickt war, die ich eigentlich spielen wollte. Zu allem Überdruß verließ der Gewinner dieser Hand nach dem Spiel ebenfalls den Tisch, da er bemerkte, daß es wohl an diesem Tag nicht besser hätte laufen können.

Da hatte er recht, aber ein paar Chips hätte er in seiner Euphorie dann doch noch verspielen können.

Resüme: Es ist manchmal mehr als sinnvoll, seine Karten zu zeigen, wenn man damit ein ganz bestimmtes Ziel, oder eine eindeutige Strategie verfolgt. Man sollte dann aber darauf achten, das diese Strategie zum eigenen Vorteil ausfällt.

So long……

TheLittleSheep

Mega Stack Series, Caesars Palace Tag 2

am 15. Juni 2008 unter TheBigLex abgelegt

Nachdem ich nun ausgeschlafen und Fit im Pokerroom des Caesars Palaces eintraf ging ich zu dem von den anderen Turnierspielern (das nächste Deepstack Turnier war seit 12 Uhr am laufen) abgetrennten Bereich. Mit ingesamt 26 verbleibenden Spielern starteten wir dann heute um 14 Uhr in den zweiten Tag. Von der letzten gestrigen Blindstufe 4.000/8.000 Ante 1.000 waren noch ca. 10 Minuten zu spielen.

Nach 3 Händen schon bekam in UTG und raiste auf 20.000. Leider kein call und somit auch kein dicker Pot. Ausser einigen Position raises was ein paar mal die Blinds und Ante einbrachte wars das aber dann auch schon mit spielbaren Karten für die nächsten 2 Stunden. Mittlerweile waren wir nur noch zwölf Spieler. Da hieß es zwei Hände später Spielstop. Am anderen Tisch hatte es einen double Takeout gegeben und somit stand der Final Tabel schneller als erwartet fest. Ich war dabei!!! Drei Tage in Vegas, mein erstes Turnier und schon der erste Final Table. Das geht runter wie Öl.

Am Final Table wurde mir dann Platz 7 zugelost, genau vor den Bigstacks die auf den Plätzen 8 und 10 sitzen. Die Blind sind mitlerweile bei 15.000/30.000 Ante 4000, somit waren schon 85.000 im Pot bevor die Holecards ausgegeben wurden. Mit meinem Stack von knapp 300.000 bei insgesamt ca. 6.500.000 Chips die im Umlauf waren sah ich mich da schon gewaltig unter Zugzwang. Zwischenzeitlich konnte ich einmal die Blinds einfahren und einmal foldeten alle Spieler bis zu mir.

Eine Hand später dann folgende Situation. Der Spieler auf Platz 10 limpte an zweiter Position in den Pot und alle anderen foldeten. Ich im small Blind füllte mit niedriegen Conectors auf in der Hoffnung billig den Flop zu sehen. Der Bigblind, gleichzeitig auch Chipleader, raiste auf 120.000. Der Limper auf Platz 10 reraiste auf 300.000. Somit war die Hand für mich erledigt und ein klarer Fold. Nach kurzem überlegen wurde der reraiser vom big Blind gecallt. Auf den Flop checkte der big Blind worauf hin der Spieler auf Platz 10 All In ging. Der sofortige Call des big Blinds verhieß allerdings nichts gutes und er drehte nachdem der Dealer den Showdown announcierte um. Der Spieler auf Platz 10 zeigte ganz geschockt und hatte somit nur noch zwei outs. Keine Hilfe auf Turn und River bedeutete Platz zehn für Ihn und für mich immerhin schon Platz neun.

Bis ich das nächste mal UTG war bekam ich keine Hand mit der ich in meiner Push or Fold Phase aktiv hätte werden können. Doch dann schaute ich in meine Karten und sah . Alles klar, ich schob meine ca. 230.000 Chips mit einem klaren All In in die mitte und war von nun an Passagier. Alle bis zu big Blind foldeten und dann kam der call. Mit aus dem big Blind gegen mich als small Stack zu spielen ist natürlich ein call. Keine Hilfe für mich auf Flop, Turn und River. Nun war es vobei und ich musste das Turnier leider auf Platz 9 verlassen.

Von den $ 149.283 die sich im Preispool befanden gingen somit 2.986 in meinen Besitz über. Ein schönes und mein bisher vom Starterfeld größtes Live Turnier waren somit zu Ende, mit einem unglücklichen ausscheiden aber dennoch befriedigenden Ergebnis.

TheBigLex

Mega Stack Series, Caesars Palace Tag 1

am 14. Juni 2008 unter TheBigLex abgelegt

Am Donnerstag hier in Las Vegas angekommen und zwei Nächte mit sehr unterschiedlichen Erfolg fast durchgehend Cashgame 2/5 Dollar gespielt bin ich nun heute um 12 Uhr mittags beim 340$ Turnier der ”Mega Stack Series” im Caesars Palace angetreten. 12.500 Startstack und 50 Minuten Blinds versprachen ein schönes Turnier zu werden. Mit 513 Teilnehmern und einem Preispool von $ 149,283 werden 53 Plätze bezahlt.

Nach einer recht unspektakulären Anfangsphase mit einigen Steals, gewonnenen kleineren und mittleren Pötten und einen Stack immer um den Average herum kam es dann zur ersten heftigeren Konfrontation. Ein agressiver Spieler raist in früher Position bei Blinds 1.000/2.000 und 200 Ante auf 6.000, als ich an der Reihe bin schaue ich unter meine Karten und finde . Mein Chipcount beträgt zu dieser Zeit ca. 125.000 und ich Reraise auf 18.000 um zu verhindern daß die Blinds wegen möglicher Odds noch mit Spiel bleiben. Alle anderen werfen weg und der frühe Raiser bezahlt. Auf dem Flop dann Rainbow, ein nicht wirklich schöner Flop für mich, ein Ass sch… ein Ass. Mein Gegner checkt, was soll ich davon halten? Falle? Ich setzte einen Bet von 20.000 und bekomme einen schnellen call. Mmhhh? Der Turn wird aufgedeckt, ein weiteres , keine wirklich schlechte Karte für mich. Mein Gegner checkt erneut,so spiele ich wieder 20.000 an und mein Gegner geht darauf hin sofort mit ca. 70.000 All-In. So ein Mist!!! Ich überlege, gehe den Verlauf der Hand mehrmals durch. Irgendwann nach guten 5 Minuten (gefühlte 1/2 Minute) dann das Time vom Dealer. Der Floorman wird gerufen, kommt, und gibt mir noch eine Minute. 40 Sekunden, 30 Sekunden, 15 Sekunden. Ich setze Ihn auf oder , hätte er meiner Meinung nach Preflop nochmals gereraist, mit hätte er auf dem Flop schon All-In geschoben oder gereraist, oder mit dem Fullhouse hätte er wahrscheinlich nicht so gepusht sondern mich noch ein wenig gemolken. war eine Möglichkeit doch durch sein agressives Spiel in vorangegangenen Händen dachte ich eher an einen Semibluff. Calle das All-In mit den Worten “Maybe I’m wrong and this is my worst call, but I thinking I have to call”. Er sagt “u got me” und dreht tatsächlich um. eine auf dem River beendet sein Turnier und stehe mit ca. 240.000 sehr gut da.

Zwei Hände später schicke ich mit noch einen der Smallstacks nach Hause und habe von da an als Chipleader am Tisch den nötigen Respekt am Tisch um noch einige Steals zu machen bevor der Tisch dann leider aufgelöst worden ist.

Viel ist dann nicht mehr passiert an diesem Tag, keine Karten und wenn ich mal in Position war ging die Post vor mir so ab, daß ich nicht viele Position Raises anbringen konnte. Mittlerweile sind wir schon über 12 Stunden am Pokern und ich mache vereinzelt aus Müdigkeit Bets und Raises auf Deutsch. Woraufhin mich meine Mitspieler mit großen Augen irritiert ansahen. Der iPod muss auch aus bleiben, denn sobald Musik in meinen Ohren klingt fallen mir die Augen zu.  Ich hatte in den letzten zwei Nächten insgesamt nur 2 Stunden geschlafen, daß war eindeutig zu wenig.

Um 2 Uhr in der Früh als wir noch 26 Spieler waren, war dann Schluß für diesen Tag. Schnell noch die Chips gezählt (285.000), eingetütet und dann ab nach Hause. Endlich schlafen!!!

TheBigLex

Noch einmal schlafen oder so!

am 12. Juni 2008 unter Allgemein abgelegt

So, nun geht es bald los. Es ist 2:24 Uhr und in fünf Stunden wird zum Flughafen aufgebrochen. Ziemlich am Ende wegen des Stresses der letzten Tage werde ich nun ins Bett gehen und hoffentlich schnell einschlafen. Jan wird wohl noch etwas wach bleiben um zu arbeiten, 10.000 Zeichen bis zum Ziel. Wow!!! Ich denke, ich würde dafür nicht ein paar Stunden sondern ein paar Tage brauchen. So Freunde der lesenden Zunft das wars für den Moment.

Stay tuned,
TheBigLex