The Cedric Factor or how to play in Brighton
am 04. November 2008 unter PokerProStartUp abgelegtDank SunPoker.com hatten meine TeamMates und ich die Gelegenheit, bei der APAT in Brighton an den Start zu gehen. Wir spielten ein Teamevent, das aus mehreren Sit´Gos, zwei Heads Up Session und einem MTT bestand.
Neben dem Turnier erkundeten wir Birghton. Dieses kleine, zwar renovierungsbedürftige, aber mit Charme behaftete Fischerstadtchen wies an den paar Tagen, die wir zu Gast sein durften alles Facetten englischer Tugenden auf. Wir erlebten den tpyischen englischen Regen, nur um am nächsten Tag in strahendem Sonnenschein einen Spaziergang an der Standpromenade machen zu können. Dazu passte der Leitspruch unseres Sponsors SunPoker.com ja ideal: "have fun in the sun". Und das taten wir dann auch.
Wir erkundeten ebenfalls die Innenstadt mit all seinen verwinkelten Gässchen, in denen sich eine Schneiderei an die andere reihte und ein Schuhgeschäft dem anderen die Türklinke in die Hand gab. Ein Eldorade für Einkaufssüchtige. Ich kam deshalb nicht drumherum, mir ein paar Schuhe zu kaufen. Traumhaft!!!!
Da wir bereits am Freitag Brighton erreichten, erlebten wir auch Halloween mit. Ich sage Euch, diese englische Bande kann saufen, feiern und pöbeln, dass es eine Freude ist. Ich hatte viel viel Spaß.
Nun aber zum Event:
SunPoker.com schickte uns mit einer Zielvorgabe an Ort und Stelle. Als Mindestmaß sollten wir eine Platzierung auf dem Podium erreichen. Da es beim Pokern neben vielen reichlichen strategischen Elementen auch Glückskomponenten gibt, ist ein Sieg des besten Spielers oder in unserem Fall es besten Teams nicht immer von vornherein gewährleistet.
An dieser Stelle möchte ich gerne sagen, daß das Niveau im allgemeinen sehr gut und hoch anzustzen war. In Baden gestalltete sich die Competion weit einfacher. Die ebenfalls angreisten Ungarn stellten mit 3 Jungs und einem Mädchen ein Team, dass nicht zu unterschätzen war. Aber auch die Franzosen (TheFrenchOnes) entstendeten ein Team, dass vom Skill um den Sieg mitstreiten konnte.
Die Iren wurden immer "mutiger" und "glücklicher" um so stärker ihr Pegel durch permantenten Guinesskonsum in die Höhe getrieben wurde. Hier bin ich auch schon bei der Schilderung meiner ersten Schlüsselhand, die sich im Sit`Go am ersten Tag ereignete.
1. Keyhand: Never get involved with a drunken irish man
Bei Blinds von 500-1.000 fand ich am Button 
und raiste auf 2.550. Pat (http://pokerdb.thehendonmob.com/player.php?a=r&n=54656), ein lustiger Ire empfand meinen Raise in dieser Situation als besonders störend und entschied sich kurzerhand, mit 
für 8.500 all in zu pushen. Ich nahm diese Einladung gerne an und callte ohne zu zögern. In diesem Moment war ich 86 zu 14 Favorit.
Der Flop kam 

. Eigentlich eine Idealtextur, die den guten Pat zu einem 8:92 Underdog werden ließ. Als auf dem Turn die
auftauchte, verschob sich das Verhältnis etwas zu seinen Gunsten auf 20:80 schnellen ließ. Viel zu viel für einen Lucky Irish und so gesellte sich zu dem lustigen Club am Turn noch die
am River dazu. Pat freute sich und ich konnte es mal wieder nicht fassen.
Die zweite Schlüsselhand ereignete sich im nächsten Sit´Go. Hier möchte ich gerne aufzeigen, daß meine Reads mitlerweile einen guten Standart erreicht haben.
2. Keyhand: not only Phil Hellmuth can doge Bullets
Ich spielte mit 
aus MP einen Standartraise auf 2,5 BB. Alle Spieler waren deep und ein sehr guter Spieler des Hungarian Teams, der erschreckende Ähnlichkeit mit Antonio Esfandiari hatte, callte meinen Raise aus dem Big Blind heraus. Der Flop kam



und der Ungar checkt wieder. Ich checke auch, ich will den Pot nicht aufblasen, da ich nicht mehr glaube, vorne zu sein. Der River zeigt die
und plötzlich spielt der Ungar 1/3 des Pot an. Ich lache, der Ungar lacht. Ich anouciere, daß ich bezahlen werde, mir aber ziemlich sicher sei, daß ich geschlagen bin. Der Ungar zeigt mit 
ein geflopptes set und gewinnt den Pot. Netter Kerl, aber ich hätte diesen Pot trotzdem gerne gewonnen.Nach Ablauf des ersten Tages standen wir auf dem undankbaren 4. Platz und die Franzosen und Ungarn lagen als ernstzunehmenden Konkurrenten noch vor uns.
Mir wurde bei dem MTT Turnier ein Platz zugeteilt und Cedric saß links von mir. Er war mir den Tag vorher schon durch gutdurchdachte Aktionen aufgefallen und ich stellte mich auf einen haten Kampf ein. Dieser sollte auch nicht lange auf sich warten lassen.
Wir hatten im Vorfeld von Stephan die Maßgabe bekommen, so weit wie möglich im Turnier zu verbleiben und besonderes Augenmerk auf die Herrschaften aus France und Hungary zu legen.
Bei Blinds von 50-100 kam es dann zur ersten Auseinandersetzung, bei der mir Cedric von der Klinge sprang und ich mich richtig über mein Kartgenglück geärgert habe.
Folgendes geschah:
3. Keyhand: The curse of a Splitt Pot or the final Cedric Factor
Ich limpte mit 
vom cutoff, der Pot war bis dato noch nicht eröffnet. Cedric neben mir raiste auf 300. Der BB und ich callten. Das Board lass sich wie folgt:



Damit hatte ich ein overpair zum Board und einen guten Draw.
Der BB checkte und ich wollte sehen, was Cedric als initial Raiser machte. Dieser spielte 400 an und brachte damit den BB zum folgen. Ich erlaubte mir zu callen.
Der Turn brachte die
, die meines Erachtens nach keine Gefahr brachte. Nun spielte ich 1.000 an und wartete auf die Reaktion von Cedric. Dieser Überlegte eine Zeit und raiste mich dann all in.
Jetzt mußte ich nachdenken:
Cedric is a player with an advanced level of skill and tactic, so he would never ever put his tournament live on an overpair. Overpair schloss ich also aus. Außer er hatte preflop mit 10 10 geraist. War mir aber zu unwahrscheinlich.
Welche Kartenkombination erlauben es ihm aber noch, mich all in zu raisen. Final setzte ich ihn auf den nutflushdraw in clubs oder spades (war mir egal). Die Ass ließ ihm noch outs auf die 5 zu einer Straight. So mußte es sein. Ich beschrieb meine Gedanken, um am Tisch nicht als Donk dazustehen, falls ich mich irren sollte. War mir meiner Sache aber schon sonderlich sicher.
Gegen die Kombination 
war ich 70:30 Favorit. Das reichte mir aus. Mein Call brachte nun wieder Cedric aus der Fassung und er tabelte unglaubliche 
. Gegen diese Hand war ich 77:5 Favorit mit einer Wahrscheinlichkeit von 18% auf einen Split.
Die
auf dem River bewies einmal wieder, dass man sich bei Texas Holdem nie zu sicher fühlen sollte. Cedric war über den Splitt Pot sehr erfreut und ich ärgerte mich mal wieder. Meine Reads sind, genauso wie in Salzburg bei den Beat the Full Tilt Pros excelent, aber ich hab irgendwie nix davon. Aber egal, irgendwann wird sich das ausbezahlen.
Ich möchte auch noch etwas über unser neues PokerProStartUp.net Mitglied Jürgen verlieren.
Seine erste Bewährungsprobe hat er mit Bravour bestanden. Ihm haben wir es zu einem großen Teil final zu verdanken, dass wir noch aufs Podium gekommen sind. Seine Spielzüge waren allenthalben gut durchdacht und setzten sich auch zumeist durch. Außer gegen die drunken Irish, die uns immer Runner Runner ausgesuckt haben. Aber Egal. Jürgen war der bestplatzierteste Deutsche im MTT und gewann auch sein Heads up und sicherte uns damit wertvolle und wichtige Punkte.
Ich persönlich freue mich schon auf die nächste Aktivität, bei der uns Jürgen beiwohnen wird.
TheLittleSheep




















